Kommt nach dem Höchststand eine längere Korrektur?

Die vergangenen Wochen waren von einer vergleichsweise guten Stimmung an den Kapitalmärkten geprägt. Der DAX erreichte Mitte des Monats mit 18.892,92 Punkten seinen historischen Höchststand und verzeichnete im vergangenen Monat ein Plus von zwei Prozent. Dieses Plus hätte deutlich höher ausfallen können, doch die im Mai wieder leicht gestiegene Inflation in Deutschland belastete den DAX vor dem Fronleichnamstag: Der Index rutschte zum Handelsende auf 18.473,29 Punkte, den tiefsten Stand seit drei Wochen, und verlor dabei 1,1 Prozent. Damit hat der Index sein jüngstes Rekordhoch aus den Augen verloren. Die Anleger sorgen sich nun über den weiteren geldpolitischen Kurs großer Notenbanken und halten sich zurück, da die Daten für die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank Anfang Juni wichtig sind. Der US-Großindex Dow Jones hat im Mai sogar 0,1 Prozent verloren, statt ebenfalls eine historische Spitze zu erreichen. Er wurde vor allem in der zweiten Hälfte des Monats durch die schwindende Aussicht auf schnelle Zinssenkungen belastet. Hintergrund ist die weiterhin hartnäckige Inflation. Anhaltend hohe Leitzinsen halten auch die Kreditkosten hoch und können die wirtschaftlichen Aktivitäten stark dämpfen. Immerhin hat Jerome Powell, Chef der US-Notenbank, zuletzt angekündigt, dass es unwahrscheinlich sei, dass der nächste Schritt eine Zinserhöhung sein werde.

Manche Beobachter sehen nun schon das Risiko einer größeren Korrektur. Wir sind jedoch der Meinung, dass diese Sorge unbegründet ist. Eine Korrektur würde zunächst nur etwas von den zuletzt stark gestiegenen Bewertungen zurücknehmen und die Chance eröffnen, wieder günstig attraktive Fondsanteile zu erwerben, um von einem späteren neuen Wachstum zu profitieren. Schließlich hat das vergangene Jahr gezeigt, wie schnell und gut sich die Märkte auch unter vermeintlich schwierigen Vorzeichen positiv entwickeln können. Daher plädieren wir weiterhin für Ruhe und Gelassenheit: Die Aktienmärkte und deren Aussichten sind mittel- und langfristig intakt, sodass es keinen Anlass für Panikreaktionen gibt.

Gleichzeitig befindet sich die deutsche Volkswirtschaft noch immer in schwierigem Fahrwasser. Im vergangenen Jahr war die hiesige Wirtschaft noch geschrumpft, und für 2024 wird nur mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Damit ist Deutschland derzeit Schlusslicht unter den größten Industrienationen der Welt. Aber: Der Internationale Währungsfonds traut Deutschland in den kommenden Jahren wieder deutlich höhere Wachstumsraten zu. Die Wirtschaft sollte im Zeitraum 2025 und 2026 um ein bis 1,5 Prozent zulegen, teilte der IWF zuletzt mit.

Mit dem Klick auf “ABONNIEREN” stimmen Sie zu, dass Ihre e-Mail Adresse für den Versand des Newsletters verarbeitet und genutzt werden darf.

Apropos wichtige Volkswirtschaft: Wir richten unseren Blick derzeit vor allem nach Japan. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hat die letzten drei Jahrzehnte in einem Dornröschenschlaf verbracht, aus dem sie nun nach und nach erwacht. Nach Jahren chronischer Stagnation steigen die Preise wieder, und die Inflation liegt seit zwei Jahren über dem Zielwert von zwei Prozent der Bank of Japan (BoJ). Der Nikkei-Index hat im Gegenzug stark zugelegt. Im Februar erreichte der Index sogar ein neues Allzeithoch und übertraf damit einen Rekord aus dem Jahr 1989. Im März beendete die zuversichtliche BoJ das weltweit bekannteste geldpolitische Experiment: acht Jahre Negativzinsen und 17 Jahre ohne Zinserhöhungen. Was die Japaner als „ushinawareta junen“, oder „die verlorenen Jahrzehnte“, bezeichnen, scheint zu Ende zu gehen. Gleichzeitig sank der Wert des Yen gegenüber dem US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit 34 Jahren, was zu Milliarden neuer Interventionen der BoJ führte. Der schwache Yen unterstreicht das Dilemma der BoJ, da die US-Notenbank Zinssenkungen hinauszögert, die den Anstieg des Dollars gegenüber dem Yen bremsen würden. Die Kluft zwischen den beiden Währungen zeigt auch, dass Japan den Anlegern noch beweisen muss, dass es endgültig aus seiner oft deflationären Falle heraus ist.

ARGENTUM Fonds

Unsere Dachfonds ARGENTUM Stabilitäts-Portfolio (WKN: A1C699 / ISIN: DE000A1C6992), ARGENTUM Performance Navigator (WKN: A0MY0T / ISIN: DE000A0MY0T1) und ARGENTUM Dynamic Future (WKN: A2P1XJ / ISIN: DE000A2P1XJ6) haben im vergangenen Monat überwiegend gute Ergebnisse gezeigt und damit den Trend des letzten Jahres bestätigt. Das ARGENTUM Stabilitäts-Portfolio verzeichnete im vergangenen Monat ein Plus von 0,72 Prozent und eine Performance von 11,72 Prozent seit Mai 2023, während der ARGENTUM Performance Navigator -0,75 Prozent im vergangenen Monat abgab und 8,13 Prozent im gleichen Zeitraum zulegte. Die besten Ergebnisse erzielte unser ARGENTUM Dynamic Future: Diese zukunftsorientierte Strategie gewann im Mai 0,35 Prozent und in den vergangenen zwölf Monaten 10,33 Prozent.

In diesem Monat möchten wir besonders auf unseren Dachfonds ARGENTUM Dynamic Future eingehen. Es handelt sich um einen einzigartigen Dachfonds, der gezielt in die chancenreichsten Zukunftsbranchen investiert. Unsere Strategie basiert auf der professionellen Auswahl, Überwachung und Begleitung der vielversprechendsten Fondsmanager, die sich auf die jeweiligen Zukunftsthemen spezialisiert haben. Wir konzentrieren uns auf die Megatrends „Asien“, „Healthcare“, „Technologie“, „Erneuerbare Energien“ und „Global Growth“ und setzen insgesamt maximal zehn Fonds ein, um diese Segmente bestmöglich abzudecken. Diese Straffung führt zu einem effizienteren Screening und optimiertem Risikomanagement, da wir als Fondsmanagement die Entwicklungen der einzelnen Fonds besser im Blick haben und schneller auf Veränderungen reagieren können.

Der ARGENTUM Dynamic Future bietet ein professionell strukturiertes Dachfonds-Produkt, das die wichtigsten Megatrends mit einem langfristigen Ansatz abdeckt. Trotz weiterhin ungeklärter politischer und wirtschaftlicher Probleme sowie Krieg in Europa und im Nahen Osten sind Sektoren wie Cybersecurity, Blockchain, Energiewende, Biotechnologie, Künstliche Intelligenz und Robotik weltweit ungebrochene Wachstumstreiber. Warum? Megatrends sind tiefgreifende, langfristige Entwicklungen, die die Weltwirtschaft, Gesellschaft und Politik über Jahrzehnte hinweg prägen. Sie bieten eine wichtige Grundlage für strategische Investitionsentscheidungen und können Anlegern helfen, zukunftssichere Portfolios zu gestalten. Die Identifizierung und Nutzung dieser Trends erfordert ein tiefes Verständnis der zugrunde liegenden Faktoren und ihrer potenziellen Auswirkungen auf verschiedene Anlageklassen.

Investitionen in Unternehmen und Sektoren, die von Megatrends profitieren, können überdurchschnittliches Wachstum generieren. Diese Unternehmen sind oft in der Lage, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen und neue Chancen zu nutzen. Durch die Fokussierung auf nachhaltige und zukunftssichere Trends können Anleger das Risiko von Investitionen in schrumpfende oder stagnierende Branchen reduzieren. Megatrends bieten eine gewisse Stabilität und Vorhersehbarkeit. Sie beeinflussen verschiedene Sektoren und Regionen, was eine Diversifizierung des Portfolios ermöglicht. Dies kann das Risiko verringern und die Chancen auf Renditen erhöhen. Unternehmen, die sich an der Spitze von Megatrends befinden, sind oft innovationsgetrieben und haben das Potenzial, neue Märkte zu schaffen und bestehende zu revolutionieren. Anleger können von diesen innovativen Entwicklungen profitieren.

In der Anfangszeit war unser ARGENTUM Dynamic Future nicht so erfolgreich, wie wir es erhofft hatten. Die Covid-19-Pandemie und der Krieg in der Ukraine sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Inflations- und Zinsentwicklung haben Investments in sehr zinssensible, weil entwicklungskostenintensive Segmente zunächst schwierig gemacht. Aber die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate zeigt, dass unsere Strategie tragfähig ist, und zudem ist es wichtig zu verstehen, dass Investitionen in Megatrends Geduld erfordern und oft erst nach einigen Jahren Früchte tragen können. Megatrends sind von Natur aus langfristige Entwicklungen, die sich über Jahrzehnte hinweg erstrecken. Diese Trends verändern sich nicht über Nacht, sondern entwickeln sich langsam und stetig. Beispiele hierfür sind der demografische Wandel, der technologische Fortschritt und der Klimawandel. Die Auswirkungen solcher Trends auf die Märkte und Unternehmen sind oft erst nach einer gewissen Zeit vollständig sichtbar. Investoren müssen daher bereit sein, über Jahre hinweg investiert zu bleiben, um von diesen tiefgreifenden Veränderungen zu profitieren.

Ein Beispiel dafür ist Nvidia. Der Chiphersteller liegt mit einem Börsenwert von 2,8 Billionen US-Dollar knapp hinter Microsoft und Apple, ist aber bereits mehr wert als alle deutschen Unternehmen im DAX-40, MDAX und SDAX zusammen. Die wahre Wachstumsstory steht jedoch noch bevor: Noch in diesem Jahr sollen die neuen Blackwell-Chips ausgeliefert werden. Daran hätte vor einigen Jahren niemand gedacht, sodass selbst ein Topunternehmen wie Nvidia einige Zeit brauchte, um wirklich erfolgreich zu werden. Übrigens: Der KI-Spezialist hat einen Aktiensplit angekündigt. Wer am 6. Juni eine Nvidia-Aktie hält, bekommt dafür am 7. Juni zehn Papiere. Wer fünf, zehn oder 20 Aktien hält, bekommt 50, 100 oder 200 ins Depot gestellt, also immer zehnmal so viele wie vorher. Eine Studie hat die Rendite nach diesen Maßnahmen untersucht. „Historisch betrachtet erzielten Aktien in den zwölf Monaten nach Split-Ankündigung eine Gesamtrendite von 25 Prozent, verglichen mit zwölf Prozent für den gesamten S&P-500-Index“, heißt es in der Studie.

Das zeigt einmal mehr, dass nichts so verlässlich ist wie der Wandel. Wir möchten Sie daher weiterhin zu Ruhe und Gelassenheit aufrufen. Bei den derzeitigen Erkenntnissen kann der Markt in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder eine höhere Schwankungsbreite aufweisen und nach einem historischen Höchststand ein paar Prozent abgeben. Sie als unsere Anlegerinnen und Anleger sollten dies einfach aussitzen und darauf vertrauen, dass ein aktiver Vermögensmanager alles unternimmt, um das Vermögen auch in Krisenzeiten zu schützen. Dafür stehen wir bei ARGENTUM Asset Management als Ihr vertrauter Partner!

Unser Ausblick

Als Vermögensmanager ist die kontinuierliche Beobachtung aktueller wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen von entscheidender Bedeutung. Diese Entwicklungen beeinflussen die Finanzmärkte auf vielfältige Weise und können sowohl Chancen als auch Risiken für Investmentportfolios mit sich bringen. Das Verständnis der makroökonomischen Rahmenbedingungen, einschließlich Wachstumsraten, Inflation und Arbeitsmarktdaten, ermöglicht es Vermögensmanagern, fundierte Entscheidungen über Asset Allocation und Risikomanagement zu treffen.

Die Fähigkeit, aus diesen Entwicklungen die richtigen Schlüsse zu ziehen, ist für das Fondsmanagement unerlässlich. Ein fundiertes Verständnis der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen hilft bei der Identifizierung von Anlagechancen und der Bewertung von Risiken. Politische Entwicklungen können sowohl direkte Auswirkungen auf spezifische Branchen als auch breitere Marktbewegungen verursachen, die eine Anpassung der Portfoliostrategie erfordern. Gesellschaftliche Trends können langfristige Wachstumspotenziale in neuen Märkten und Sektoren aufzeigen.

Für Vermögensmanager bedeutet dies, dass sie ständig informiert bleiben und flexibel auf Veränderungen reagieren müssen. Dies beinhaltet die Analyse von Wirtschaftsdaten, das Verfolgen politischer Ereignisse und das Verständnis gesellschaftlicher Trends. Durch eine ganzheitliche Betrachtung dieser Faktoren können Vermögensmanager fundierte Entscheidungen treffen, die langfristig stabile und positive Renditen für ihre Kunden erzielen. In einem dynamischen und sich ständig wandelnden globalen Umfeld ist diese Wachsamkeit und Anpassungsfähigkeit ein wesentlicher Bestandteil des erfolgreichen Fondsmanagements.

Daher möchten wir an dieser Stelle einen Blick auf die Welt werfen und für Sie einige aktuelle Entwicklungen kommentieren. Interessant sind die Neuigkeiten von Berkshire Hathaway. Das Investmentkonglomerat aus Omaha, Nebraska, berichtete, dass sein Barbestand im ersten Quartal einen Rekordwert von 189 Milliarden US-Dollar erreichte und damit einen Trend vom letzten Jahr fortsetzt: Investmentlegende Warren Buffett & Co. interessieren sich derzeit einfach nicht für so viele Unternehmen. Warren Buffett hatte wiederholt geklagt, dass er kein geeignetes Investment finde – während der S&P 500 in den vergangenen drei Monaten fünf Prozent zugelegt hat.

Aufmerksam verfolgen wir auch die starken Schwankungen bei den Kakaopreisen. Dieser schwankt zurzeit in einem nie zuvor gesehenen Maße. Nachdem der Preis Mitte April auf ein Rekordhoch von über 11.000 Dollar pro Tonne gestiegen war, stürzte die Notierung danach zeitweise regelrecht ab – erholte sich aber kurz darauf wieder. Dann, nach einer für die Kakaoproduktion positiven Wettervorhersage, brach der Preis für Kakaoterminkontrakte erneut ein, und zwar um bis zu 19 Prozent. Das war der größte Preissturz seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 60 Jahren. Das berichtet das „Handelsblatt“. Experten rechnen nun damit, dass diese starken Preisschwankungen bei Kakao und Kaffee anhalten könnten.

Nicht zuletzt befassen wir uns mit den US-Zöllen für Elektroautos aus China. Diese beträgt nun 100 Prozent. Das ist viermal so viel wie bisher. Zölle auf Halbleiter, Solarpanels und Akkus aus China steigen ebenfalls stark, wie US-Präsident Joe Biden verkündete. Laut der US-Regierung seien Einfuhren aus China im Wert von 18 Milliarden Dollar betroffen. Die US-Regierung sei überzeugt, dass China die globalen Märkte mit verbilligten Exporten flutet, berichtet die „Tagesschau“. Wir werden uns mit den Auswirkungen dieser Maßnahmen in den kommenden Wochen intensiv auseinandersetzen, um daraus jederzeit die richtigen Investmententscheidungen ableiten zu können.

Newsletter abonnieren​​

Mit dem Klick auf “ABONNIEREN” stimmen Sie zu, dass Ihre e-Mail Adresse für den Versand des Newsletters verarbeitet und genutzt werden darf.

Newsletter
abonnieren

Ich habe die allgemeinen Nutzungsbedinungen und die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere beide. Ich erteile die in der Datenschutzerklärung aufgeführten Enwilligungen in die Verarbeitung und Nutzung meiner Daten.