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Der Weg zum Anlageerfolg kann steinig sein

Die Lage ist chaotisch, um es deutlich zu sagen. Auf der einen Seite prognostizieren die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) weltweit einen Wirtschaftsaufschwung von etwa drei Prozent in diesem Jahr. Indien soll sogar um sechs Prozent wachsen, China um fünf Prozent. Selbst europäische Staaten wie Großbritannien und Frankreich, die von hoher Inflation, steigenden Zinsen und den wirtschaftlichen Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Konflikts betroffen sind, erwarten ein moderates Wachstum zwischen 0,5 und 0,8 Prozent.

Und dann gibt es Deutschland: Laut dem neuen Wachstumsausblick des IWF wird die deutsche Wirtschaft unter den 22 untersuchten Ländern und Regionen die einzige sein, die im Jahr 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts verzeichnen soll. Der IWF geht von einem Minus von 0,3 Prozent aus. „Die Wachstumsverlangsamung in Deutschland ist deutlich spürbar und bewegt sich sogar im negativen Bereich“, sagte Chefökonom Pierre-Olivier Gourinchas. Selbst für das Jahr 2024 wird Deutschland seinen Rückstand kaum aufholen können, wie die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ berichtet. Der IWF prognostiziert für 2024 ein BIP-Wachstum von 1,3 Prozent. Im Vergleich dazu hatte der IWF im April für 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent vorhergesagt. Die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung hingegen ging von einer preisbereinigten Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent im Jahr 2023 und 1,6 Prozent im nächsten Jahr aus.

Auch der Einkaufsmanagerindex (EMI) der deutschen Industrie verheißt nichts Positives. Im Juli 2023 lag der EMI bei 38,8 Punkten. Damit ist der Index bereits zum sechsten Mal in Folge gesunken und hat den niedrigsten Stand seit Mai 2020 erreicht. Der Index setzt sich aus Auftragseingang, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestand zusammen. Ein Wert von unter 50 Punkten wird als Anzeichen für eine rückläufige Industrieproduktion interpretiert. Deshalb kommentierte Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI): „Deutschland befindet sich wirtschaftlich auf der Verliererstraße, besonders im internationalen Vergleich.“ Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, wird mit den Worten zitiert: „Um eine der führenden Industrienationen zu bleiben, müssen wir an vielen Stellschrauben drehen.“ Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, sieht ebenfalls großen Handlungsbedarf, um zu verhindern, dass die Wirtschaft in eine tiefe Krise abrutscht.

Demgegenüber stehen die Ergebnisse der Kapitalmärkte. Sowohl in Deutschland als auch in anderen wichtigen Industrienationen zeigen die Indizes nur eine Richtung – nach oben. Um dies im Jahresvergleich zu verdeutlichen: Der DAX steht seit Ende Juli 2022 um 20,8 Prozent im Plus, der Dow Jones um zehn Prozent, der Nasdaq um 15,7 Prozent, der Nikkei um 18,5 Prozent und der CAC um 16 Prozent. Diese erfreulichen Ergebnisse wären vor einem Jahr wohl von den wenigsten erwartet worden, angesichts der geopolitischen Lage, der Inflations- und Zinsentwicklung.

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Auf der anderen Seite ist es jedoch nicht so, als könnten wir uns entspannt zurücklehnen und einfach eine stetige Aufwärtsbewegung beobachten. Nehmen wir zum Beispiel den DAX: Der deutsche Leitindex erreichte Ende Juli mit 16.528,97 Punkten seinen historischen Höchststand. Zum Vergleich: Im Herbst 2022 war er auf 12.000 Punkte gefallen. Die Kursentwicklung der letzten Monate zeigt sich als Zickzack-Muster mit teils deutlichen Schwankungen nach oben und unten. Vom historischen Höchststand im Juni von etwa 16.370 Punkten bis zum niedrigsten Stand seit Anfang April (rund 15.520 Punkte) vergingen lediglich 14 Tage, und ein Verlust von fast vier Prozent wurde im Juli innerhalb weniger Tage verzeichnet – gefolgt von einer ebenso raschen Erholung in gleicher Höhe. Das bedeutet für uns: Aktien sind, waren und bleiben der beste Weg für Vermögensschutz und -steigerung. Dennoch kann der Weg gelegentlich holprig sein, und Geduld ist dabei von großer Bedeutung.

Daher beobachten wir das Marktgeschehen weiterhin genau für Sie und treffen täglich aktuelle Entscheidungen über die Investitionen Ihres Fondsvermögens. Dies ist der beste Ansatz, um auf Entscheidungen, Entwicklungen und Trends angemessen zu reagieren. Unserer Meinung nach bleibt das allgemeine Umfeld aktienfreundlich und intakt. Sollten Korrekturen auftreten, nutzen wir die Gelegenheit, von gesunkenen Bewertungen zu profitieren und attraktive Werte kostengünstig zu erwerben. Ein günstiger Einstieg ist der erste Schritt zum Gewinn. Wir kombinieren eine generelle Vorsicht bei allen Investmententscheidungen mit einem mutigen, offenen Blick in die Gegenwart und Zukunft, um auf jede Marktanforderung angemessen zu reagieren. Damit bleiben wir bei ARGENTUM jederzeit Ihr verlässlicher Partner in der Vermögensverwaltung und im zukunftsorientierten Fondsmanagement.

In eigener Sache

Wir möchten Sie an dieser Stelle auf zwei Neuigkeiten aus unserem Hause aufmerksam machen. Wir schätzen den stetigen Austausch mit Ihnen, sei es persönlich oder digital, sehr. Dieser Dialog ist uns von großer Bedeutung. Ab sofort bieten wir Ihnen einen SMS-Service an, der Sie an wichtige Termine erinnert und die gemeinsame Planung vereinfacht. Darüber hinaus haben wir unsere Präsenz in den sozialen Medien erweitert, insbesondere durch unseren Podcast “Tanz der Börsenmärkte” (verfügbar auf Spotify). Dieser Podcast geht über die Grenzen der Finanzwelt hinaus. Neben fundierten Analysen zu Börsen- und Technologietrends bieten wir tiefgehende Einblicke in gesellschaftliche Themen und zukunftsorientierte Diskussionen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen Ihre finanzielle Zukunft zu gestalten.

ARGENTUM Fonds

Unsere Fonds, ARGENTUM Stabilitäts-Portfolio (WKN: A1C699 / ISIN: DE000A1C6992), ARGENTUM Performance Navigator (WKN: A0MY0T / ISIN: DE000A0MY0T1) und ARGENTUM Dynamic Future (WKN: A2P1XJ / ISIN: DE000A2P1XJ6), haben sich in einem dynamischen Kapitalmarktumfeld gut behauptet. Im Juli verzeichnete unser defensiv strukturierter ARGENTUM Stabilitäts-Portfolio einen Gewinn von 1,6 Prozent, wodurch er seit Fondsauflage um fast 36 Prozent gestiegen ist. Trotz diverser Schwächephasen über die Jahre hinweg konnte der Fonds ein beeindruckendes Ergebnis erzielen. Ebenfalls positiv entwickelte sich der ausgewogene ARGENTUM Performance Navigator im Juli mit einem deutlichen Anstieg von 2,8 Prozent. Dies trug dazu bei, dass der Fonds seit seiner Auflage einen Gewinn von rund 86 Prozent verzeichnen konnte und über sämtliche Zeiträume hinweg positive Ergebnisse aufweist. Der offensiv und langfristig ausgerichtete ARGENTUM Dynamic Future schloss den Juli ebenfalls erfolgreich ab, mit einem Zuwachs von 4,7 Prozent. Auf diese Weise holt der Fonds nach und nach die Verluste der Vergangenheit auf. In den letzten drei Monaten erzielte der ARGENTUM Dynamic Future eine Performance von nahezu 15 Prozent.

Aufgrund dieser erfreulichen Ergebnisse haben wir beschlossen, unsere Strategien für die Fonds auf dem bisherigen Kurs fortzusetzen. Abgesehen von einigen wenigen taktischen Anpassungen bleiben wir unserer bewährten Herangehensweise treu, die sich langfristig als erfolgreich erwiesen hat und auch zukünftig erfolgreich sein wird. Unser Ansatz basiert auf aktivem Management – wir treffen aktive Anlageentscheidungen. Unser Ziel ist es, langfristig bessere Ergebnisse im Rahmen des Rendite-Risikoprofils zu erzielen als mit passivem Investment. Durch kontinuierliche Analyse der Finanzmärkte, Unternehmen und wirtschaftlichen Entwicklungen wählen wir Fonds aus, die unserer Überzeugung nach ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial aufweisen und somit eine höhere Rendite bei reduziertem Risiko bieten. Aktives Management bedeutet für uns auch, unsere Portfolios regelmäßig anzupassen, um auf Marktentwicklungen zu reagieren oder kurzfristige Chancen zu nutzen.

Derzeit verfolgen wir besonders aufmerksam die Entwicklungen im Technologieunternehmenssektor. Vor allem die großen Player treiben den Markt mit einer starken Outperformance gegenüber dem US-Großindex S&P 500 voran. Dies ist größtenteils auf die Rallye der KI-Unternehmen zurückzuführen, die kontinuierlich mit neuen Kursrekorden und beträchtlichen Investitionen überraschen. Allein im ersten Halbjahr 2023 flossen in den USA 30,8 Milliarden US-Dollar an Risikokapital in Start-ups für KI und maschinelles Lernen. Viele Marktteilnehmer möchten von der Bedeutung der KI profitieren, da ein potenzieller weltweiter Produktivitätszuwachs von jährlich 2,6 bis 4,4 Billionen US-Dollar prognostiziert wird, wie eine Studie von McKinsey zeigt.

Die hohen Aktienkurse gehen jedoch häufig mit hohen Umsatzerwartungen einher. Daher sind wir vorsichtig und schließen uns der allgemeinen Euphorie nicht bedingungslos an, da starke Rücksetzer jederzeit auftreten können. Viele KI-Unternehmen müssen ihre Leistungsfähigkeit erst noch unter Beweis stellen. Wir überwachen diesen Markt besonders aufmerksam, auch im Hinblick auf die Neugewichtung des Technologieaktienindex Nasdaq. Da Unternehmen wie Apple, Microsoft & Co. darin an Bedeutung gewonnen haben, wird erwartet, dass kleineren Aktien im Nasdaq künftig mehr Gewichtung zukommt. Dies dürfte voraussichtlich dazu führen, dass indexorientierte Manager und ETFs ihre Technologieallokation zugunsten bisher weniger gewichteter Aktien umstellen werden. Dies könnte zu deutlichen Kursbewegungen führen.

Unser Ausblick

Neben den bereits genannten Entwicklungen interessieren uns derzeit auch andere Nachrichten, die potenziell in den kommenden Wochen und Monaten Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben könnten. Ein Beispiel hierfür ist China, wo der sogenannte Verbrauchervertrauensindex (Primary Consumer Sentiment Index – PCSI) im Juli 2023 bei 77,3 Punkten lag. Dies markiert einen starken Rückgang von 121,5 Punkten seit Januar 2022. Der Verbrauchervertrauensindex gilt als Frühindikator für wirtschaftliche Zyklen. Die veröffentlichten Informationen geben Aufschluss über die gegenwärtige Lage und die zukünftigen Erwartungen der Konsumenten. Zugleich sind die Sparquoten hoch, was darauf hinweist, dass chinesische Verbraucher ihr Geld nur zögerlich ausgeben.

In Großbritannien werden mehr als 200 Millionen US-Dollar in sogenannte “Small Modular Reactors” (SMRs) investiert. Diese kleinen modularen Reaktoren stellen eine Art Kernreaktordesign dar, das im Vergleich zu herkömmlichen großen Kernkraftwerken einen kompakteren und flexibleren Ansatz für die Kernenergieerzeugung bietet. SMRs zeichnen sich durch ihre geringere Größe, ihren modularen Aufbau und ihr Potenzial für verbesserte Sicherheitsmerkmale aus. Great British Nuclear plant einen beispiellosen und schnellen Ausbau der Kernenergie. Die Pläne sollen die Energiesicherheit erhöhen, kostengünstigere Stromerzeugung ermöglichen und das Wirtschaftswachstum fördern, wie britische Medien berichten. Die Regierung initiiert einen Wettbewerb um die SMR-Technologie, was langfristig zu Milliardeninvestitionen des öffentlichen und privaten Sektors in SMR-Projekte führen könnte. Das Ziel ist es, Großbritannien an die Spitze eines globalen Wettlaufs um die Entwicklung erstklassiger Technologien zu setzen, um schnellere, erschwinglichere und sicherere Energie bereitzustellen.

Ein besonderes Ereignis ist die Herabstufung des Kreditratings der US-Regierung von AAA auf AA+ durch Fitch Ratings. Die Agentur begründet dies damit, dass es in den letzten 20 Jahren eine kontinuierliche Verschlechterung der Governance-Standards gegeben habe, einschließlich Angelegenheiten in Bezug auf Haushalts- und Schuldenfragen, trotz der parteiübergreifenden Vereinbarung im Juni, die Schuldenobergrenze bis Januar 2025 auszusetzen.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit gibt es Neuerungen: Die deutsche Bundesregierung hat kürzlich beschlossen, die “Nationale Wasserstoffstrategie” von 2020 fortzusetzen und neue Ziele festzulegen. Bis 2030 soll die inländische Produktionskapazität von fünf auf zehn Gigawatt steigen. “Nur mit Wasserstoff lassen sich große Teile der Industrie und des Verkehrs klimafreundlich gestalten. Noch ist klimafreundlicher Wasserstoff allerdings auf dem Sprung – raus aus dem Labor, rein in die Praxis: Ein ganz neuer Markt entsteht. Deutschland will von Anfang an mit dabei sein und sich eine Vorreiterrolle im internationalen Wettbewerb sichern – und selbst Wasserstoff nutzen, um unsere Klimaziele zu erreichen. Die Nationale Wasserstoffstrategie 2020 hat die Grundlagen gelegt. Das Update der Wasserstoffstrategie im Juli 2023 steigert das Ambitionsniveau für den Einstieg in die Wasserstoff-Wirtschaft und konkretisiert die Umsetzung”, so das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

Wir stehen für einen weiteren Austausch gerne zur Verfügung.

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